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Kunst und Demokratie in Sachsen

Black Box - Woher komme ich. Wohin gehe ich.

Dokumentarisch-installative Aktion von Ute Puder und Marcus Nebe
in Kooperation mit Lauter Leise e.V.

"Es scheint das Schwerste zu sein, das Schweigen zu brechen. Wir wollen einfach, dass alles gut ist. Aber ein Trauma bleibt in uns, man verdrängt es nur." Ute Puder

Eine begehbare Black Box auf dem Leipziger Hauptbahnhof wird während der Buchmesse zum Ort der Reflexion über Flucht und Heimatverlust. In 3-Minuten-Dokumentarfilmen erzählen Menschen ineinandergreifend ihre persönliche Geschichte.

Parallel dazu finden Veranstaltungen statt. Bürgerinnen und Bürger lesen aus Fluchttagebüchern ihrer Familien. Eine Podiumsdiskussion fragt, wie Fluchterfahrungen über Generationen weiterwirken, und SchülerInnen einer Berufsschule präsentieren ihr eigenes Projekt zu diesem Thema.

Der Leipziger Hauptbahnhof wurde bewusst als Veranstaltungsort gewählt. Er steht synonym für Ankommen und Wegfahren, Fliehen und Wiederkommen und Ort letzter Abschiede.

 

Mitwirkende
Eva Mellendorf, Chemnitz, Flucht aus Schlesien, 1945
Sayed Bahaduri, Leipzig, Flucht aus Afghanistan, 2015
Gerald Hüther, Göttingen, Flucht aus der DDR, 1976
Hector Solari, Hamburg, Auswanderung aus Uruguay, 1976
Astrid von Friesen, Dresden, Enteignung und Vertreibung der gesamten Familie aus Sachsen, 1945
Ensemble „Klänge der Hoffnung“, Musikalischer Rahmen zur Eröffnungsveranstaltung
u.a.

Projektteam
Idee, Konzept & Projektleitung: Ute Puder
Film & Konzept: Marcus Nebe
Moderation Literaturprogramm: Tina Pruschmann

21.–24.3.2019
Leipzig, Hauptbahnhof

Annett Mautner für MDR Kultur im Gespräch mit Ute Puder:

Aufruf
Wir veranstalten an den Buchmessetagen moderierte Lesungen aus Fluchttagebüchern. Haben Sie oder Verwandte in ihrer Familie Fluchterfahrungen in Tagebüchern festgehalten? Schreiben Sie uns!

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